Samtgemeinde Gronau

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Stadt Gronau (Leine)

Geschichte der Stadt:     Wappen der Stadt Gronau (Leine)

Die Stadt Gronau (Leine) entstand auf einem geschützten Platz in der Leineniederung, nachdem die umliegenden, damals bestehenden Dörfer mehrmals zerstört wurden und wurde 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt Gronau (Leine) war eine planmäßige Gründung des Bischofs Siegfried II., die den Zweck erfüllte, den Handel und Wandel des Umlandes zu heben und es gleichzeitig militärisch zu sichern. Die innerhalb der Leinearme gelegene Aue bewehrte man zusätzlich mit einem Wall und einem Mauerring. Drei Adelsgeschlechter lassen sich seit der Gründung der Stadt nachweisen. Die ehemalige Burg der Bischöfe, die für die Verteidigung der Süd-Ost-Ecke gedacht war, ist heute ganz verschwunden. Katastrophale Folgen für die Stadt hatten häufig wiederkehrende Stadtbrände.

1472/73 in der sog. Bischofsfehde zwischen dem Hildesheimer Domherrn Hennig von Haus und dem Landgrafen Hermann von Hessen um den Hildesheimer Bischofsstuhl stand Gronau auf der Seite des Landgrafen. Zweimal wurde es vom Gegner vergeblich belagert. Im Jahre 1518 wurde es durch einen gedungenen Knecht des Burchard von Saldern in Brand gesteckt und fast vollständig eingeäschert. In der darauf folgenden Stiftsfehde wehrten sich im Mai 1522 die Bürger tapfer gegen die welfischen Herzöge, die Gronau belagerten. Als sie aber am 2. Juni heimlich aus der Stadt fliehen wollten, wurden sie von den Belagerern entdeckt und zum großen Teil niedergemacht. Die Stadt wurde eingenommen und in Brand gesteckt. Die Bischofsfehde von 1472 - 1474, die Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 - 1523, die in Gronau ihren Anfang genommen hatte und schließlich der 30-jährige Krieg mit seinen Plünderungen und vor allem auch mächtige Feuersbrünste, die schwersten von 1577, 1703 und 1758 zerstörten die Stadt mehrmals völlig oder zu großen Teilen. 1758 verbrannten 106 Wohnhäuser und 72 Scheunen.

Immer wieder aber krempelten die Gronauer ihre Ärmel hoch und bauten ihr zerstörtes Gemeinwesen wieder auf. Der mittelalterliche Grundriss der Stadt zwischen dem Leintor im Westen und dem Steintor im Osten blieb jedoch im wesentlichen unverändert. Die ehemals hildesheimische Grenzfestung Gronowe entwickelte sich unter den Fürstbischöfen von Hildesheim, den Welfenherzögen, unter französischer und preußischer Herrschaft, im Kurfürstentum bzw. Königreich Hannover und dann erneut unter preußischer Herrschaft und Verwaltung bis zum Amt Gronau und schließlich zum Kreis Gronau, der bis 1932 bestand und dann in den Landkreis Alfeld einging.

Um die Jahrhundertwende zog die Industrie in Gronau ein. Trotzdem behielt aber Gronau seinen ländlichen Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Gronau aufgrund der starken Wohnbebauung sowie der Entwicklung des Gewerbes und der Industrie stetig aufwärts. Verwaltungsmäßig weitete sich die Stadt auf einen Großteil des früheren Kreises aus. 17 Ortschaften wurden bei der Gebietsreform 1974 zu sieben neuen Gemeinden zusammengeschlossen. Für diesen Bereich hat nach der Landesplanung die Stadt die wichtigen Funktionen eines Grundzentrums zu erfüllen.


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